Mittwoch, 27. November 2013
Goethe und die organischen Naturen
Alles was zum Leben hervortreten, alles was lebendig wirken
soll, muß eingehüllt sein. Und so gehört auch alles, was nach
außen gekehrt ist, nach und nach frühzeitig dem Tode, der
Verwesung an. Die Rinden der Bäume, die Häute der Insekten, die Haare
und Federn der Tiere, selbst die Oberhaut des Menschen, sind ewig
sich absondernde, abgestoßene, dem Unleben hingegebene Hüllen,
hinter denen immer neue Hüllen sich bilden, unter welchen
sodann, oberflächlicher oder tiefer, das Leben sein schaffendes
Gewebe hervorbringt.
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